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Was versteht man unter einer Umstellungsosteotomie?

Osteotomie bedeutet übersetzt Knochendruchtrennung. Dies ist der erste Teil der Operation. Der Knochen wird an der geplanten Stelle durchtrennt und in veränderter Stellung wieder verbunden, also umgestellt. Dabei werden normalerweise Spezialplatten verwendet, die sich perfekt an die jeweilige Knochenoberfläche anpassen.

Was bewirkt die Umstellung des Knochens?

In den Fällen, in denen eine Umstellungsosteotomie notwendig wird, führt die abweichende Geometrie des Gelenkes zu einer Fehlbelastung oder Überlastung eines einzelnen Gelenkbereiches. Durch die Umstellung und die damit einhergehende Korrektur versucht man, den bisher wenig belasteten und deswegen heilen Knorpel in den stärker belasteten Bereich zu bringen, umgekehrt wird der überlastete Knorpel entlastet.

In welchen Fällen ist eine Umstellungsosteotomie am Hüftgelenk sinnvoll?

Insbesondere bei einer Hüftdysplasie. Bei diesem Krankheitsbild hat sich insbesondere das Pfannendach während des Wachstums nicht richtig ausgebildet; der Hüftkopf hat in seinem oberen Anteil zu wenig Auflagefläche und nutzt sich hier schneller ab. Eine weitere Möglichkeit für Hüftumstellungen besteht bei einem Abrutschen der Wachstumsfuge des Hüftkopfes im Kindesalter (Epiphseolyse/Epiphyseolysis capitis femoris). Ist diese Situation nicht mehr durch eine Drahtstiftung zu korrigieren, ist auch hier die Umstellung die beste Möglichkeit, das Gelenk zu erhalten.

Wie lange dauert die Operation?

Eine genaue Zeit kann man hier nicht angeben. Manchmal braucht es Zeit, die bestmögliche Knochenstellung zu finden und dann so abzusichern, dass sich der Knochen nicht mehr verschieben kann. In der Regel rechnen wir eine bis zwei Stunden für diesen Eingriff.

Was für eine Nachbehandlung ist sinnvoll?

Bis der Knochen in der neuen Stellung sicher verheilt ist, vergehen normalerweise sechs bis acht Wochen. In dieser Zeit darf das operierte Bein nur wenig belastet werden; es ist notwendig, konsequent Unterarmgehstützen zu verwenden. Ein Krankenhausaufenthalt von fünf bis acht Tagen ist die Regel. Diese Zeit ist erforderlich, damit Sie sich sicher mit Gehstützen fortbewegen und auch Treppen steigen können.

Wenn der Knochen hinreichend sicher verheilt ist, kann das Körpergewicht langsam gesteigert werden. Dann ist auch eine ambulante oder stationäre Rehamaßnahme erforderlich, die wir gerne für Sie organisieren.

Was muss ich nach der Operation beachten?

Da eine gute Knochenheilung für den Erfolg der Operation notwendig ist, sollten Sie alle Medikamente und Substanzen vermeiden, die die Knochenheilung stören. Dazu zählt neben bestimmten Medikamenten insbesondere das Rauchen. Wenn Sie vor einer geplanten Knochenoperation das Rauchen ganz aufgeben möchten, beraten wir Sie gerne über geeignete Möglichkeiten.

Gibt es ein Höchstalter für die Operation?

Nein. Aber ab einem gewissen Alter und bei schon fortgeschrittenem Verschleiß des Hüftgelenkes kann der Einbau eines künstlichen Hüftgelenkes sinnvoller und erfolgversprechender sein. Diesbezüglich beraten wird Sie gerne

Mein behandelnder Arzt hat bereits eine Operation empfohlen; ich möchte mich in Ihrem Krankenhaus operieren lassen. Wie erhalte ich einen schnellstmöglichen Aufnahmetermin?

Rufen Sie doch bitte die Klinikaufnahme oder das Chefarztsekretariat an. Die Telefonnummern lauten 05602-83-1823 oder 05602-83-1201. Bei speziellen Anfragen können Sie sich mit unserem Aufnahmearzt verbinden lassen.