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Orthopädische Klinik und Hessischer Fußballverband kooperieren

Sie rennen über den Platz, müssen die Lage im Blick behalten und zeigen manchmal auch die Rote Karte: Fußballschiedsrichter haben viele anstrengende Aufgaben. Damit sie diese auch weiterhin zu hundert Prozent erfüllen können, ist der Hessische Fußballverband (HFV) mit unserer Klinik nun eine Kooperation eingegangen: „Wir wollen, dass unsere Schiedsrichter der Regional- und Hessenliga gesund bleiben, deshalb werden sie ihre Sportleistungsuntersuchung in Zukunft in der Orthopädischen Klinik ablegen können“, sagt Stefan Reuß, HFV-Präsident und Landrat des Werra-Meißner-Kreises. „Solch eine Zusammenarbeit gab es bisher noch nicht. Wir betreten damit absolutes Neuland.“ Er sei aber davon überzeugt, dass beide Seiten von der Kooperation profitieren werden.

„Neben orthopädischen Untersuchungen des Bewegungsapparates erhalten die Schiedsrichter auch Untersuchungen des Laktatspiegels, ein EKG und ein Herz-Echo, um zu sehen, ob bei ihnen die Platz- und Spieltauglichkeit besteht“, erklärt Oberarzt Dr. Trutz Heinemann die etwa 75-minütige freiwillige Untersuchung, für die neu ausgestattete Behandlungsräume bereitgestellt werden. Als erstes werden die Unparteiischen untersucht, die bereits das eine oder andere gesundheitliche Problem haben. Aber nicht nur die Schiedsrichter, sondern auch die Fußballer der HFV-Auswahlmannschaften der D- bis A-Jugend profitieren von der Vereinbarung: „Zehn erfahrene Schüler unserer zur Klinik gehörenden Physiotherapieschule haben sich dazu bereit erklärt, in ihrer Freizeit die Spiele der Mannschaften zu betreuen“, sagt Ausbilder Thomas Iffland.

Neben der Aufklärung über das für den Sport so wichtige Thema Ernährung, kümmern sich jeweils zwei bis drei Schüler abends unter der Woche und an den Wochenenden auf dem Sportplatz um kleinere Sportverletzungen und Maßnahmen wie Verbände anlegen und Eistherapie. „Wir können mit der Zusammenarbeit der zunehmenden Professionalisierung des Fußballs gerecht werden“, sagt Stefan Reuß.

Die Orthopädische Klinik unterstütze bereits seit Längerem den Fußballnachwuchs, so Geschäftsführer Stefan David zu den Beweggründen der gemeinsamen Arbeit. „Zudem haben wir für die Kooperation die Infrastruktur und die sportmedizinische Kompetenz vor Ort.“ Man habe bei der Suche nach einem Partner auf die lokalen Verbindungen geschaut, ergänzt Stefan Reuß. „Wir wollten die Untersuchungen in Hessen stattfinden lassen.“ Außerdem habe der Verband schon zuvor persönlichen Kontakt mit der Klinik gehabt.  Text: HNA