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Internationaler Austausch unter Medizinern

Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau: Ärzte besuchen Kollegen der Universitätsklinik Aarhus

Auf Exkursion in Dänemark: Mediziner der Orthopädischen Klinik ­Hessisch Lichtenau waren zu Gast in der Universitätsklinik im dänischen Aarhus. Seit mehreren Jahren schon besteht ein guter Kontakt zum dortigen Chefarzt Prof. Kjeld Søballe, einem der in Europa führenden Spezialisten für die Korrektur einer Hüftdysplasie (Fehlbildung der Hüftgelenkpfanne).

Die beiden leitenden Oberärzte der Fachabteilung Allgemeine Orthopädie und Traumatologie, Dr. Jens Klingebiel und Tobias Radebold, aus ­Hessisch Lichtenau pflegten nicht nur den reinen Erfahrungsaustausch, sondern standen auch mit den dänischen Kollegen im OP. „Prof. Kjeld Søballe ist ein extrem sorgfältiger und routinierter Operateur“, berichtet Tobias Radebold. „Es gibt immer wieder interessante Fälle, die wir gemeinsam besprechen. Wir profitieren sehr von seiner über 30-jährigen Erfahrung mit der minimalinvasiven Methode, die wir bei uns auch anwenden.“ Die minimalinvasive Operation bedeutet in diesem Fall, dass über möglichst kleine Schnitte möglichst gewebeschonend operiert wird, um Patienten mit Hüftdysplasie bestmöglich zu korrigieren.

Hüftdysplasie ist eine erblich bedingte Fehlstellung der Hüfte. Sie betrifft etwa zwei bis drei Kinder auf 100 Geburten, Mädchen viermal häufiger als Jungen. Da die Gelenkpfanne zu steil oder klein angelegt ist und den Hüftkopf unzureichend überdeckt, kommt es unkorrigiert im weiteren Verlauf zur Überlastung des Gelenkknorpels und zu einem vorzeitigen Verschleiß des Hüftgelenks (Hüftarthrose).

„Im Vergleich zu den klassischen Techniken überwiegen die Vorteile des minimalinvasiven Verfahrens“, so das Fazit von Dr. Jens Klingebiel. Auch die Fachklinik in Hessisch Lichtenau bietet diese Methode an. „Soweit wir wissen, sind wir die einzige Klinik in Deutschland“, sagt Klingebiel. Grund genug für einen Gegenbesuch von Prof. Søballe in Hessisch Lichtenau, der für 2019 bereits geplant ist.

 

Der dänische Gegenbesuch ist bereits geplant: Prof. Kjeld Søballe (Mitte) besucht dieses Jahr Tobias Radebold (links) und Dr. Jens Klingebiel in Hessisch Lichtenau.