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Ein neuer Klinik-Alltag

Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau hat wieder Kapazitäten für planbare Eingriffe

In der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau geht es schrittweise zurück in den Alltag. Durch die Vorzeichen, die die Corona-Pandemie setzt, muss aber der Klinikalltag neu entwickelt werden. Das betrifft sämtliche Abläufe im Haus, insbesondere die hygienischen Maßnahmen. „Der Schutz unserer Patientinnen und Patienten sowie unserer Mitarbeitenden steht bei uns natürlich an erster Stelle“, betont der Geschäftsführer Matthias Adler. Durch einen Erlass des Landes Hessen kann seit einigen Wochen ein Teil der
Klinikkapazitäten wieder für planbare Operationen genutzt werden. Auch Sprechstunden werden wieder vermehrt angeboten.

Anpassungsfähiger Rahmen
Die Warteliste ist lang. Viele Termine sind durch die Corona-Pandemie verschoben worden. Seit fast drei Wochen planen die Mitarbeitenden neu. Nach und nach nehmen sie Kontakt zu den Patientinnen und Patienten auf, um abgesagte Eingriffe neu abzusprechen und die Operationen zu terminieren. 70 Prozent der OP-Kapazitäten dürfen für geplante Eingriffe genutzt werden, heißt es seitens des hessischen Sozialministeriums. Dabei muss die Öffnung der Klinik weiterhin anpassungsfähig gestaltet werden. „Denn bisher können wir ja noch nicht absehen, welche epidemiologischen Auswirkungen die aktuellen gesellschaftlichen beziehungsweise wirtschaftlichen Lockerungen nach sich ziehen werden“, erklärt Matthias Adler.

Neue Regeln
Zum Aufbau des Klinikalltags haben sich die Verantwortlichen aus Medizin und Pflege im Vorfeld viele Gedanken gemacht und Strategien entwickelt. Für die Patientinnen und Patienten gibt es neue Regeln: Bei der Aufnahme werden Fragen zum allgemeinen Gesundheitszustand sowie dem Kontakt zu erkrankten Personen gestellt, zudem wird die Temperatur gemessen, bevor das Gebäude betreten werden darf. In der Klinik gelten folgende Vorgaben:

  • Generell gilt die Maskenpflicht, z.B. auch für den Weg in die Röntgenabteilung oder Therapieräume.
  • Zum Einsatz kommen OP-Masken (Mund-Nase-Schutz), welche die Patienten bei der stationären Aufnahme und Besucher am Haupteingang erhalten.
  • In den Patientenzimmern kann die Maske abgesetzt werden. Zum Mitpatienten sind 1,5 Meter Abstand einzuhalten.
  • Sobald ein Mitarbeitender den Raum betritt, soll die Maske umgehend aufgesetzt werden.
  • Die Maske ist ein ständiger Begleiter und muss bei Kontakt zu weiteren Personen getragen werden.
  • Besuche bei Langzeitpatienten sind erlaubt, dabei gilt ebenso die Maskenpflicht. Bei Betreten sind die üblichen Daten zu hinterlegen.

Mammut-Aufgabe für alle Bereiche
Im Rahmen moderner Krankenhaushygiene geht es um mehr als die oberflächliche Sauberkeit von medizinischen und pflegerischen Einrichtungen. Es geht um Maßnahmen, die die Verbreitung von Keimen unterbinden und Infektionsketten unterbrechen. Dazu gehören zum Beispiel auch die persönliche Schutzausrüstung und Isolierungsmaßnahmen. „Bei dem Covid-19-Erreger ist das eine Mammut-Aufgabe“, erläutert Krankenhaushygieniker Dr. Thomas Schnug.

Von Anfang an gut gerüstet
Bereits zu Beginn der Krise wurde ein Konzept für Schutzausrüstung erstellt, um die Kollegen und Patienten vor Infektionen zu schützen. Als wichtige Barriere wurde die Maskenpflicht für Mitarbeitende und Patienten eingeführt. Eine separate Ambulanz wurde eingerichtet, um die Patienten im Vorfeld der Behandlung zu scannen und mögliche Verdachtsfälle herauszufiltern. Seit Mai wird von allen stationären Patienten ein Covid-19-Abstrich gemacht, um eventuelle Infektionen entdecken zu können.

„Alle diese Maßnahmen waren wichtig und erforderten immer wieder Anpassungen und Umdenken. Dank der guten Zusammenarbeit mit allen Abteilungen und allen Professionen konnten wir die Krise bisher gut meistern“, so das Resümee der Ärztlichen Direktorin der Klinik, Dr. Marion Saur. „Für eine mögliche zweite und dritte Welle sind wir gut vorbereitet.“