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Ärztliche Direktorin der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau ist Co-Präsidentin bei Beatmungskongress in Kassel

Orthopädische Klinik in Hessisch Lichtenau und Marienkrankenhaus Kassel kooperieren bei der Versorgung von Beatmungspatienten

Der größte medizinische Fachkongress für außerklinische Beatmung in Deutschland findet 2019 in Kassel statt. Dr. Marion Saur, Ärztliche Direktorin der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, steht der Veranstaltung als Co-Präsidentin vor.

Vom 23. bis 25. Mai werden rund 1.000 Teilnehmer aus den Bereichen Beatmungsmedizin, Pflege und Atemtherapie erwartet. Ausrichter der Veranstaltung der Deutschen Interdisziplinären Gesellschaft für Außerklinische Beatmung e.V. (DIGAB) sind unter anderem die Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau und das Marienkrankenhaus Kassel. Zur besseren Versorgung von Patienten mit Beatmungsabhängigkeit kooperieren beide Häuser miteinander.

Mehr als 300.000 Patienten in Deutschland sind auf eine dauerhafte oder temporäre künstliche Beatmung entweder im stationären Umfeld einer Klinik oder zu Hause angewiesen. Hauptursachen, die eine Beatmung notwendig machen können, sind beispielsweise die Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) oder neuro-muskuläre Erkrankungen wie beispielsweise eine Querschnittlähmung mit Beeinträchtigung der Atemmuskulatur. Dr. Marion Saur, Chefärztin des Zentrums für Tetra- und Paraplegie an der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Ärztliche Direktorin der Klinik und Co-Präsidentin des diesjährigen DIGAB-Kongresses führt dazu aus: „Mit dem Kongress stärken wir diesen interdisziplinären Ansatz der verschiedenen Fachgebiete. Menschen mit Beatmung können mit Recht erwarten, dass alle an der Behandlung Beteiligten Hand in Hand arbeiten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Ich freue mich auf einen fruchtbaren Austausch mit Kollegen, Pflegekräften, Therapeuten sowie Betroffenen, der sicherlich allen Impulse für die tägliche Praxis bringt.“ 

„Die Versorgung von Betroffenen mit Beatmungspflichtigkeit im stationären oder im häuslichen Umfeld stellt eine anspruchsvolle interdisziplinäre Aufgabe dar, in die Pneumologen, Beatmungsmediziner, Atmungstherapeuten und speziell ausgebildete Pflegekräfte eingebunden werden müssen“, erläutert Privatdozent Dr. Andreas Bastian, Chefarzt der Pneumologie am Marienkrankenhaus Kassel und ebenfalls einer der drei Präsidenten des diesjährigen DIGAB-Kongresses. Er ergänzt: „Auch Orthopäden oder Unfallchirurgen müssen Teil des Teams sein, wenn es etwa um Patienten geht, bei denen die Funktion der Atemmuskulatur z.B. durch eine hohe Querschnittlähmung beeinträchtigt ist.“


Breites wissenschaftliches Programm

Der Kongress bietet eine umfangreiche wissenschaftliche Plattform zum interdisziplinären Austausch aller Disziplinen und Berufsgruppen, die an der Versorgung von Beatmungspatienten im klinischen, vor allem aber im außerklinischen Umfeld beteiligt sind. „Die außerklinische Beatmung stellt eine besondere Herausforderung dar, da eine komplexe medizinische Versorgung u. U. dauerhaft ins häusliche Umfeld verlagert wird. Neben den verschiedenen medizinischen Fachgruppen müssen hier natürlich vor allem auch die Angehörigen einbezogen werden“, macht Dr. Bastian deutlich. Daher wird der Kongress auch Angehörigen und Betroffenen Möglichkeiten zum gegenseitigen Austausch und für Gespräche mit Experten geben. Weitere Schwerpunkte sind etwa die Hygiene in der außerklinischen Beatmung, das Notfallmanagement bei Beatmungspatienten oder verschiedene Beatmungsmethoden z.B. bei Patienten mit Querschnittlähmung. Auch ethische Fragen wie das Recht auf Selbstbestimmung von Beatmungs­patienten sind Teil des umfangreichen Programms.