Wirbelsäulenchirurgie
Kontakt:
Chefarzt
Dr. med. Rafael Donatus Sambale
Tel.: 05602 83-1301
Fax: 05602 83-1962
rsambale@lichtenau-ev.de
Herr Dr. Sambale ist seit Juli 2000 als Chefarzt in
unserer Klinik tätig.
Wirbelsäulenchirurgie
In der Abteilung Wirbelsäulenchirurgie werden alle Patienten mit verschleißbedingten und
bandscheibenbedingten Erkrankungen der gesamten Wirbelsäule sowie
Patienten mit Instabilitäten, Wirbelbrüchen, Formabweichungen und Tumoren
stationär behandelt und ggf. operativ versorgt.
Ein Team aus erfahrenen Krankenpflegekräften,
Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeitern und einer Psychologin
tragen zur erfolgreichen Behandlung bei.
In der stationären Behandlung, wie auch bei der ambulanten
Vorstellung, erfährt der Patient eine umfassende Betreuung durch einen
erfahrenen Facharzt.
Tägliche Fallbesprechungen im Team unter fachärztlicher Anleitung sowie
wöchentliche Visiten durch die Oberärzte und den Chefarzt gewährleisten
wir
eine
kontinuierlich, qualifizierte Behandlung.
Ein abteilungsspezifischer fachärztlicher Hintergunddienst steht rund um
die Uhr zur Verfügung um jederzeit die sofortige Versorgung der Patienten
zu gewährleisten.
Ein dichtes Netz an Konsiliarärzten steht zur fachübergreifenden Beratung
und Behandlung zur Verfügung.
Die patientenbezogene klinische Untersuchung und das
Gespräch stehen bei uns im Vordergrund.
Doppeluntersuchungen vermeiden wir durch die Einbeziehung von Fremdbefunden.
In der Diagnostik bevorzugen wir wenig belastende Verfahren mit hoher Aussagekraft
z. B. der Kernspintomographie , um die Strahlenbelastung
auf das notwendige Minimum zu beschränken.
Mit der Einführung des
digitalen Röntgen
im Jahr 2004 konnten wir die Strahlenbelastung bei höherer Bildqualität
verringern.
Bei allen Entscheidungen steht das Wohl des Patienten im
Vordergrund.
Im ausführlichen Gespräch mit dem Betroffenen erfolgt die sorgfältige
Abwägung des einzuschlagenden Behandlungsweges. Immer wiederkehrende
Informations- und Aufklärungsgespräche bilden mit dem qualifizierten
Therapeuten, Pflege- und Ärzteteam den wesentlichen Baustein zur
erfolgreichen Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen in unserem Haus.
Die Versorgungsschwerpunkte der Wirbelsäulenchirurgie liegen in folgenden Bereichen:
Schmerztherapie
Mikrochirurgische Operationen
Bandscheibenprothesen
Versteifungsoperationen
Instabilitäten (z.B. Spondylolisthesen)
Formabweichungen
(z.B. Skoliosen, Kyphosen)
Wirbelbrüche
Tumore
Komplexe Rekonstuktionen
Schmerztherapie
Die Behandlung chronischer Schmerzen stellt für uns eine besondere
Herausforderung dar, der wir mit unserem erfahrenen Team von Ärzten und
Therapeuten begegnen. Die interventionelle Schmerzdiagnostik und -therapie
(Injektionstechnik unter bildgebendem Verfahren) ist neben der individuell
abgestimmten medikamentösen Behandlung ein wesentlicher Baustein in der
konservativen Therapie. Sollte sich die Notwendigkeit ergeben, bauen wir
elektronische Medikamentenpumpe oder Schmerzsonden (SCS) ein.
Operative Behandlung:
Mikrochirurgische Operationen
Bewegungserhaltende Operationen sind ein Schwerpunkt unserer
Abteilung.
Ein moderner Operationssaal mit einem neuem Mikroskop, Mikrofräsen und
minimalinvasivem Instrumentarium sind unserer Standard.
Führt die Schmerztherapie nicht zum Erfolg oder droht ein dauerhafter
Schaden für Nerven und Rückenmark ist die weichteilschonende operative
Entlastung notwendig.
Bandscheibenprothesen
Neben den mikrochirurgischen Eingriffen bei Bandscheibenvorfällen ist der
Einsatz von Bandscheibenprothesen an der Hals- und Lendenwirbelsäule seit 4
Jahren ein bewährtes Verfahren an unserer Klinik.
Unsere Abteilung hat deutschlandweit die längsten Erfahrungen im
routinemäßigen Einbau von Bandscheibenprothesen an der Halswirbelsäule.
Führt die Schmerztherapie an der Halswirbelsäule nicht zum Erfolg oder
droht ein dauerhafter Schaden für Nerven und Rückenmark, ist die operative
Entlastung sinnvoll. Der Einsatz einer Bandscheibenprothese erhält die
Beweglichkeit und führt zu keiner Druckerhöhung in den angrenzenden
Segmenten.
An der Lendenwirbelsäule ist der bandscheibenbedingte Schmerz ein
sinnvoller Grund für den Einsatz einer Prothese. Es sollte in allen Fällen
noch eine Beweglichkeit im Segment vorliegen.
Versteifungsoperationen
Versteifungsoperationen bedürfen einer exakten Abwägung von Risiko und
Nutzen für den Betroffenen und werden von uns häufig durch einen einzigen, wenig
belastenden
Zugang durchgeführt.
Unser Team von routinierten Operateuren und OP-Personal gewährleisten eine
optimale Versorgung.
Die Wirbelkanalenge stellt für den älteren Menschen durch die Verkürzung
der schmerzfreien Gehstrecke eine deutliche Einschränkung der
Lebensqualität dar.
Die operative Freilegung des Wirbelkanals, ggf. mit notwendiger
Versteifung eines Wirbelsäulenabschnittes, führt zu einer deutlichen
Besserung für den Patienten.
Der Erfolg dieser Operationen wird über Gehstreckenbestimmungen auf dem
Laufband überprüft.
Instabilitäten (z.B. Spondylolisthesen/Wirbelgleiten)
Wird die Integrität der Wirbelsäule hinsichtlich ihrer Stabilität gestört
ist eine operative Behandlung ggf. notwendig. Die Ursache kann in
angeborenen, erworbenen oder auch entzündlichen z.B. rheumatischen
Erkrankungen liegen.
Gleitwirbel können über einen hinteren Zugang oder über ein kombiniertes
Vorgehen über den Rücken und von vorne operativ stabilisiert werden.
Bei diesen Eingriffen wird die Stabilität unter Berücksichtigung der
Statik wiederhergestellt.
Formabweichungen
(z.B. Skoliosen, Kyphosen)
Formkorrigierende Operationen bei Fehlstellungen der Wirbelsäule bedürfen
einer hohen operativen Erfahrung und einer sorgfältigen Planung.
Diese Eingriffe werden ebenfalls in unserer Abteilung durchgeführt.
Bei jugendlichen Skoliosen und Kyphosen (Formabweichungen in der frontalen
oder seitlichen Körperebene) erfolgt in der Wachstumsphase die ambulante
Physiotherapie und ggf. die Korsettversorgung. Bei Zunahme der Krümmung
und nachhaltiger Störung der Statik ist eine operative Aufrichtung
notwendig.
Wirbelbrüche
Wirbelkörperbrüche behandeln wir abhängig vom Ausmaß der Verletzung
operativ oder nicht operativ.
In ausgewählten Fällen können wir durch das Einbringen von Knochenzement (Vertebroplastie)
bei osteoporotischen Brüchen eine sofortige Schmerzfreiheit für den
Patienten erreichen. Ist die Stabilität und die Formgebung beeinträchtigt,
sind komplexe Vorgehensweisen notwendig. Wird das Rückenmark oder
abgehende Nerven durch den Wirbelbruch geschädigt, ist eine operative
Entlastung und Wiederherstellung von Stabilität und Statik notwendig.
Tumore
Tumore der Wirbelsäule bedürfen einer differenzierten Therapie. Hier
erfolgt unsere Diagnostik und Behandlung in enger Abstimmung mit den
onkologischen und
strahlentherapeutischen Konsiliarärzten.
Wird das Rückenmark oder abgehende Nerven durch den Tumor geschädigt,
ist eine operative Entlastung mit Stabilisierung der Wirbelsäule
notwendig.
Das Ausmaß der Tumor-Ausbreitung bestimmt die Größe des Eingriffes.
Ist eine radikale Tumorausräumung sinnvoll, wird diese angestrebt.
Die Nachbehandlung wird gemeinsam mit Onkologen und Strahlentherapeuten
festgelegt.
Komplexe Rekonstruktionen
Die operative Versorgung von Wirbelsäulenerkrankungen hat in den letzten
Jahren stetig zugenommen. Dies führt unweigerlich zu einer steigenden Zahl
an voroperierten Patienten. Erneute Eingriffe sind anspruchsvoll und
bilden einen weiteren Schwerpunkt unseres operativen Handelns.
Eingriffe an der Wirbelsäule führen wir je nach Erkrankung auch kombiniert von
vorne (Bauchraum, Brustraum, Hals), wie auch von hinten (Rücken) durch.
Durch die hohe Zahl an Eingriffen gewährleisten wir eine gleich bleibende Qualität.
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