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Neuro-Urologie

 Die Diagnostik und Therapie von neurogenen Blasen-Darm- und Sexualitätsfunktionsstörungen bei rückenmarkverletzten Patienten (angeboren z.B. Spina bifida, unfall- oder tumorbedingt) stellt die Kernkompetenz der Neuro-Urologie dar. Patienten mit anderen neurologischen Grunderkrankungen wie beispielsweise Multiple Sklerose, M. Parkinson, Schlaganfälle, Kinderlähmung oder auch Diabetes mellitus sind zwar im Rahmen ihrer Grunderkrankung gut versorgt, die neurourologischen Probleme dieser Patienten werden allerdings meist zu spät erkannt und fehlinterpretiert.

Aus neurourologischer Sicht steht die weitgehende Wiederherstellung der Blasenfunktion, die Harnkontinenz, die Vermeidung von häufigen Harnwegsinfekten und somit der Schutz der Nieren an erster Stelle. Ein wesentlicher Bestandteil in der Diagnostik sind die video-urodynamische und zystometrische Messung, Uroflowmetrie und das Beckenboden EMG.

Unmittelbar nach Eintritt der Querschnittlähmung muss mit der Behandlung begonnen werden. Eine ausreichende Stabilisierung der Harnblase und des Darms sind nicht vor Ablauf von vier bis sechs Monaten nach Schadeneintritt zu erwarten. Aus diesem Grund sind im gesamten Verlauf engmaschig neurourologische Kontrollen und Therapieanpassungen unabdingbar.

Unser Therapieangebot umfasst konservativ  die medikamentöse Behandlung, Harnwegsinfektprophylaxe, Ernährungsberatung, Katheterismus, anale Irrigationsverfahren zur Stuhlregulierung. Operativ: Botulinum-A-Injektion, Implantation eines sakralen Neuromodulators, perkutane Neuromodulationstestung.

Operativ bieten wir in der Kooperation mit der Zentralklinik Bad Berka das gesamte neurourlogische Spektrum an.