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Behandlung

Schmerztherapie

Die Behandlung chronischer Schmerzen stellt für uns eine besondere Herausforderung dar, der wir mit unserem erfahrenen Team von Ärzten und Therapeuten begegnen. Die interventionelle Schmerzdiagnostik und -therapie (Injektionstechnik unter bildgebendem Verfahren) ist neben der individuell abgestimmten medikamentösen Behandlung ein wesentlicher Baustein in der konservativen Therapie. Sollte sich die Notwendigkeit ergeben, bauen wir elektronische Medikamentenpumpe oder Schmerzsonden (SCS) ein.

Mikrochirurgische Operationen

Bewegungserhaltende Operationen sind ein Schwerpunkt unserer Abteilung. Ein moderner Operationssaal mit einem neuem Mikroskop, Mikrofräsen und minimalinvasivem Instrumentarium sind unserer Standard.
Führt die Schmerztherapie nicht zum Erfolg oder droht ein dauerhafter Schaden für Nerven und Rückenmark ist die weichteilschonende operative Entlastung notwendig.

Bandscheibenprothesen

Neben den mikrochirurgischen Eingriffen bei Bandscheibenvorfällen ist der Einsatz von Bandscheibenprothesen an der Hals- und Lendenwirbelsäule seit 10 Jahren ein bewährtes Verfahren an unserer Klinik.

Unsere Abteilung hat deutschlandweit die längsten Erfahrungen im routinemäßigen Einbau von Bandscheibenprothesen an der Halswirbelsäule. Führt die Schmerztherapie an der Halswirbelsäule nicht zum Erfolg oder droht ein dauerhafter Schaden für Nerven und Rückenmark, ist die operative Entlastung sinnvoll. Der Einsatz einer Bandscheibenprothese erhält die Beweglichkeit und führt zu keiner Druckerhöhung in den angrenzenden Segmenten.

An der Lendenwirbelsäule ist der bandscheibenbedingte Schmerz ein sinnvoller Grund für den Einsatz einer Prothese. Es sollte in allen Fällen noch eine Beweglichkeit im Segment vorliegen.

Versteifungsoperationen

Versteifungsoperationen bedürfen einer exakten Abwägung von Risiko und Nutzen für den Betroffenen und werden von uns häufig durch einen einzigen, wenig belastenden Zugang durchgeführt. Unser Team von routinierten Operateuren und OP-Personal gewährleisten eine optimale Versorgung.

Die Wirbelkanalenge stellt für den älteren Menschen durch die Verkürzung der schmerzfreien Gehstrecke eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität dar. Die operative Freilegung des Wirbelkanals, ggf. mit notwendiger Versteifung eines Wirbelsäulenabschnittes, führt zu einer deutlichen Besserung für den Patienten. Der Erfolg dieser Operationen wird über Gehstreckenbestimmungen auf dem Laufband überprüft.

Instabilitäten (z.B. Spondylolisthesen/Wirbelgleiten)

Wird die Integrität der Wirbelsäule hinsichtlich ihrer Stabilität gestört ist eine operative Behandlung ggf. notwendig. Die Ursache kann in angeborenen, erworbenen oder auch entzündlichen z.B. rheumatischen Erkrankungen liegen. Gleitwirbel können über einen hinteren Zugang oder über ein kombiniertes Vorgehen über den Rücken und von vorne operativ stabilisiert werden. Bei diesen Eingriffen wird die Stabilität unter Berücksichtigung der Statik wiederhergestellt.

Formabweichungen (z.B. Skoliosen, Kyphosen)

Formkorrigierende Operationen bei Fehlstellungen der Wirbelsäule bedürfen einer hohen operativen Erfahrung und einer sorgfältigen Planung. Diese Eingriffe werden ebenfalls in unserer Abteilung durchgeführt. Bei jugendlichen Skoliosen und Kyphosen (Formabweichungen in der frontalen oder seitlichen Körperebene) erfolgt in der Wachstumsphase die ambulante Physiotherapie und ggf. die Korsettversorgung. Bei Zunahme der Krümmung und nachhaltiger Störung der Statik ist eine operative Aufrichtung notwendig. 

Wirbelbrüche

Wirbelkörperbrüche behandeln wir abhängig vom Ausmaß der Verletzung operativ oder nicht operativ. In ausgewählten Fällen können wir durch das Einbringen von Knochenzement (Vertebroplastie) bei osteoporotischen Brüchen eine sofortige Schmerzfreiheit für den Patienten erreichen. Ist die Stabilität und die Formgebung beeinträchtigt, sind komplexe Vorgehensweisen notwendig. Wird das Rückenmark oder abgehende Nerven durch den Wirbelbruch geschädigt, ist eine operative Entlastung und Wiederherstellung von Stabilität und Statik notwendig.

Tumore

Tumore der Wirbelsäule bedürfen einer differenzierten Therapie. Hier erfolgt unsere Diagnostik und Behandlung in enger Abstimmung mit den onkologischen und strahlentherapeutischen Konsiliarärzten. Wird das Rückenmark oder abgehende Nerven durch den Tumor geschädigt, ist eine operative Entlastung mit Stabilisierung der Wirbelsäule notwendig. Das Ausmaß der Tumor-Ausbreitung bestimmt die Größe des Eingriffes. Ist eine radikale Tumorausräumung sinnvoll, wird diese angestrebt. Die Nachbehandlung wird gemeinsam mit Onkologen und Strahlentherapeuten festgelegt.

Komplexe Rekonstruktionen

Die operative Versorgung von Wirbelsäulenerkrankungen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Dies führt unweigerlich zu einer steigenden Zahl an voroperierten Patienten. Erneute Eingriffe sind anspruchsvoll und bilden einen weiteren Schwerpunkt unseres operativen Handelns. Eingriffe an der Wirbelsäule führen wir je nach Erkrankung auch kombiniert von vorne (Bauchraum, Brustraum, Hals), wie auch von hinten (Rücken) durch. Durch die hohe Zahl an Eingriffen gewährleisten wir eine gleich bleibende Qualität.